Der AWB startete an den drei Entsorgungsstationen im Landkreis am Mittwoch, den 15. Juli 2026, ein neues Sammelangebot für Altspeisefett aus privaten Haushalten.
Was macht man mit dem verbliebenen Speisefett aus der Pfanne? Wohin mit den Speiseölresten von Antipasti, Fischkonserven oder Auffangwannen vom Grill? Ab sofort stellt der AWB mit Sammelbehältern von „Jeder Tropfen zählt!“ eine Möglichkeit, die nicht nur den Abfluss zuhause schont, sondern auch die Umwelt. Denn aus einem Liter altem Speiseöl lässt sich ein Liter Bio-Diesel gewinnen. Dieser hat, laut Anbieter, eine 90% bessere CO2-Bilanz im Vergleich zu herkömmlichem Diesel.
„Upcycling hat viele Facetten. Aber von der Pfanne in den Tank ist wirklich besonders innovativ und lösungsorientiert bei den gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Uns hat dabei vor allem überzeugt, wie einfach das Sammelsystem funktioniert“, sagt Michael Potthast, Geschäftsführer des AWB, und ergänzt, dass die Alltagstauglichkeit zum Schluss entscheidend sei für die Akzeptanz in der Bevölkerung.
Zum Sammeln erwerben Einwohnerinnen und Einwohner Behälter einmalig für 2,50 €. Diese fassen 1,2 Liter, sind geruchsdicht, auslaufsicher, stoßfest und bis 70 °C hitzebeständig – und ab dem 15. Juli 2026 an den Entsorgungsstationen Katzenbühl in Esslingen, Sielminger Straße in Stetten und am Blumentobel im Tiefenbachtal sowie in der Verwaltung des AWB in Plochingen erhältlich. Einmal befüllt, kann die Einwohnerschaft ihn anschließend an den drei Entsorgungsstationen abgeben und gegen einen neuen, sauberen Behälter eintauschen.
Die Einführung der Altspeisefettsammlung an den drei Entsorgungsstationen ist nur der Anfang. Wird das Angebot von der Einwohnerschaft gut angenommen, soll es ab Herbst 2026 weiter ausgebaut werden. „Ziel ist es, bis Jahresende mit insgesamt 42 Sammelpunkte für Altspeisefett eine flächendeckende Lösung zu schaffen“, erklärt Potthast. Durch die flächendeckende Nutzung werden auch die Vorteile in der Breite wirksam. So würden nicht mehr nur einzelne Abwasserrohre geschont, sondern die gesamte Kanalisation und Kläranlagen langfristig entlastet, so Potthast weiter.
Verkausstellen der Behälter