Leuchtturmprojekt der Landkreise Böblingen und Esslingen wandelt Bioabfall in Energie um Jährliche Einsparung von 18.000 Tonnen CO2
Die Bioabfallverwertung Leonberg GmbH (BVL), ein Gemeinschaftsunternehmen der Landkreise Böblingen und Esslingen, hat heute ihre neue Bioabfallverwertungsanlage auf der früheren Kreismülldeponie in Leonberg feierlich eingeweiht. Die mit einer Jahreskapazität von 72.000 Tonnen größte kommunale Anlage ihrer Art in Baden-Württemberg ist das Herzstück eines hochinnovativen Kreislaufnetzes.
„Im Zusammenspiel mit dem Kompostwerk Kirchheim ist es nicht nur ein beeindruckendes Beispiel für die gute interkommunalen Zusammenarbeit der Landkreise und ein Leuchtturmprojekt, das weit über Baden-Württemberg hinausstrahlt, vor allem ist es für die Menschen in den Landkreisen Böblingen und Esslingen ein konkretes Beispiel für Klimaschutz vor der eigenen Haustüre“, sagt Landrat Marcel Musolf.
An der feierlichen Eröffnung nahmen neben zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft auch die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Rita Schwarzelühr-Sutter, teil sowie der baden-württembergische Staatssekretär im Umweltministerium Dr. Andre Baumann. Die Anlage, die nach einem verheerenden Brand im September 2019 komplett neu konzipiert und aufgebaut wurde, wandelt Bio- und Grünabfälle in Biomethangas und weitere wertvolle Endprodukte um.
„Wir freuen uns sehr, dass Leonberg nun vorgelegt hat und in Betrieb gegangen ist. Das Kompostwerk Kirchheim befindet sich noch in der Umbauphase, liegt aber voll im Soll. Bereits Ende 2026 werden die Anlagen gemeinsam zeigen, dass Bioabfall eine wertvolle Ressource ist, für Industrie, Landwirtschaft und Einwohnerschaft in der Region“, betont Michael Potthast, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebes Esslingen.