Am 23. April veranstaltete der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen (AWB) einen Themenabend zum Umgang mit Elektro‑Schrott. Im Mittelpunkt standen die zunehmenden Herausforderungen dieser Abfallart sowie Maßnahmen für eine fachgerechte und verantwortungsvolle Entsorgung. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in aktuelle gesetzliche Vorgaben, die Abläufe beim AWB, die Arbeit der Repair Cafés im Landkreis sowie die Sammelaktionen der Handy‑Aktion Baden‑Württemberg.
Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass Elektro‑Schrott weltweit die am schnellsten wachsende Abfallart ist und auch den AWB zunehmend vor große Aufgaben stellt. Neben der Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen kommt es immer wieder zu Bränden in Sammelfahrzeugen und auf Recyclinghöfen – zuletzt im Oktober vergangenen Jahres auf der Entsorgungsstation Sielminger Straße in Leinfelden‑Echterdingen.
Der Themenabend zeigte sowohl bestehende Herausforderungen als auch konkrete Lösungsansätze auf. Dazu zählen die erweiterte Rücknahmepflicht des Handels, sowie die vereinfachte Rückgabe auf den Anlagen des AWB. Seit dem 1. Januar 2026 wird die Einsortierung in die vielen Sammelgruppen nur noch durch geschultes Fachpersonal vorgenommen. Die Einwohnerschaft muss künftig lediglich Akkus – sofern möglich – vorab entnehmen.
Ralf Häußler von der Handy‑Aktion Baden‑Württemberg lenkte den Blick auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Rohstoffgewinnung und betonte die Bedeutung eines bewussten Konsums. Über 30 Sammelstellen für Althandys sind bereits im Landkreis eingerichtet und über die Nachhaltigkeitskarte des AWB online abrufbar.
Auch Repair Cafés des Landkreises stellten sich vor und warben um Unterstützung. Da Ersatzteile zunehmend knapp und kostenintensiv werden, bat insbesondere Computertruhe e. V. darum, vor der Entsorgung alter Computer verwertbare Komponenten wie Arbeitsspeicher oder Festplatten auszubauen und den Initiativen zur Verfügung zu stellen.